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Demokrat ohne Radikalismus
In zwei Beiträgen porträtiert Kurt Oesterle den bedeutenden und doch in Vergessenheit geratenen
schwäbischen Pfarrer Johann Gottfried Pahl (1768 - 1839)
Lebensbild Oesterles Vortrag beschreibt Pahls Weg aus ärmlichen Verhältnissen ins Pfarramt, seine mutigen
journalistischen Arbeiten, die in zweimal in höchste Lebensgefahr brachten und die öffentliche
Anerkennung, die ihm zum Lebensende zu teil wurde. Ein für die Demokratie engagierter Pfarrer "ohne Radikalismus".
Pahls Roman "Ulrich Höllriegel"
Oesterle charakterisiert in seiner Rezension Pahls Roman "Das Lied vom ewigen Schwärmer". Denn, so Oesterle,
dieser Roman "könnte modellhaft auf alle Übergangszeiten bezogen sein, die ihre eigenen Radikalismen hervorbringen: 1848, 1918 und ebenso 1968."
Kurt Oesterle
Demokrat ohne Radikalismus
78 Seiten
[D] EUR 7,00
ISBN 978-3-9291128-46-8
November 2010 bei TVT Verlag Tübingen
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Mordwand und Todeskurve
Der Motorradrennfahrer Hans Baltisberger ist längst
eine Figur der Weltliteratur. Schon vor fünfzig Jahren hat
der tschechische Schriftsteller Bohumil Hrabal ihm eine
schaurig-traurige Moritat in Prosa gewidmet. »Der Baltisberger
hat ein großes Herz«, sagt darin einer der Bewunderer
des auf seiner NSU-Sportmax vorbeiflitzenden
Betzingers, der zweimal die Deutsche Meisterschaft gewann.
Gleich ob als Werks- oder Privatfahrer, Baltisberger
war ein »Profi«, noch bevor dieses Wort fest zum Sprachwortschatz
gehörte. Außerdem war »der Mann, der keine
Wut kannte«, eines der frühen westdeutschen Sportidole,
nicht nur in seiner schwäbischen Heimat, ein Held aus
der Sportära vor dem Fernsehen.
Der Eiger war damals der Berg – und das Bergunglück,
das sich vor über fünf Jahrzehnten in der Eigerwand ereignete,
schien manchen Beobachtern mit der Unaufhaltsamkeit
einer antiken Tragödie abzulaufen. Der Berg
wurde zum zürnenden Gott, die zwei italienischen und
die zwei deutschen Alpinisten, Franz Mayer aus Rottweil
und Günter Nothdurft aus Tübingen, die sich in Fels und
Eis vorankämpften, die wurden zu glücklosen, unwissenden
Akteuren, deren Verderben sich erst im letzten Moment
offenbaren würde. So jedenfalls ist das Geschehen in
der Wand damals dargestellt worden ...
»Kurt Oesterle hat für seine beiden
Reportagen genau recher chiert, aber er
klärt nicht alles auf; er gibt nicht vor, alle
Wider sprüche aufheben und alle Rätsel
lö sen zu können, die in den beiden Geschichten stecken. Fast möchte man sa gen, dass
die Geschichten durch ihre Widersprüchlichkeit und ihre offenen Fragen besonders lebendig werden.«
Hermann Bausinger im Geleitwort zu diesem Buch
Kurt Oesterle
Mordwand und Todeskurve - Zwei Sportlergeschichten
Mit einem Geleitwort von Hermann Bausinger
ca. 104 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ca. F [D] 14,80 / [A] 15,30 / sfr 26,–
ISBN 978-3-940086-24-2
August 2008 bei Klöpfer
und Meyer
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Stammheim
Stuttgart-Stammheim in den siebziger Jahren: Die Anführer der RAF, die die
Bundesrepublik mit ihrem Terror in Schach hält, sitzen hinter Gittern des
angeblich schlimmsten Knasts der Republik und bringen Lügen über Isolationshaft
und Folter in Umlauf. Horst Bubeck, 1964 bis 1991 Vollzugsbeamter in Stammheim
und für die Gefangenen der Baader-Meinhof- Gruppe zuständig, erzählt erstmals
die ganze Wahrheit rund um die Stammheim-Legende. "Ein wertvoller Beitrag zur
Entmythologisierung der Baader-Meinhof-Geschichte." Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Kurt Oesterle entlarvt das Isolationsfolterspiel von Regierung und Gefangenen:
ein furchtbares Buch, ein hervorragendes Buch. Und es war längst fällig." taz
"Selten ist es einer Gruppe von Häftlingen so gelungen wie Baader, Meinhof und
Ensslin, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen und Philosophen wie Sartre
zu politischen Deppen zu machen. (...) Ein schaurig-schönes Stück politischer
Aufklärung." Focus
Stammheim. Die Geschichte des Vollzugsbeamten Horst Bubeck.
3. Auflage 2004. 184 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, € 18,90/sfr 33,60
ISBN 3-937667-10-5
Erschienen bei Klöpfer und Meyer |
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Der Fernsehgast oder Wie ich lernte die Welt zu sehen
„... Oesterle schildert mit so kraftvollen, experimentierfreudigen und
treffsicheren Worten, daß sich heutige junge Städtebewohner vor lauter
Urtümlichkeit darüber wundern können, daß es das Fernsehen von damals heute noch
gibt. Oesterle lässt hinter aller Herbheit aber auch eine Art lyrischen
Goldgrund sichtbar werden: Die Verse, die die Leute zu allen Lebenslagen parat
haben, sind der unmittelbarste und knappste Ausdruck einer mündlichen Tradition,
die mit dem Fernsehen in eine Krise gerät. Im Dokumentarischen aufmerksam und
gescheit, schaut Oesterle mit liebe- und kauzig-humorvollem Blick den Leuten in
die Stube ihres Lebens, ohne das Landleben zur Pastorale zu verklären. Er hat
ein echtes und bildschönes Buch geschrieben."
Süddeutsche Zeitung, 23. August 2002
Ausgezeichnet mit dem Berthold-Auerbach-Preis 2002, von der Darmstädter Jury zum Buch des Monats gewählt - und über mehrere Monate wohlplaziert auf der SWR-Bestenliste stehend.
Roman. 5. Auflage 2004.
192 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, € 18,90/sfr 33,60
ISBN 3-937667-31-8
Erschienen bei Klöpfer und Meyer
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